„Probeabriss“ am Kölner Waidmarkt.

8. January 2010

Ein knappes Jahr nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs führt der Frankfurter Projektentwickler Fay Projects am kommenden Montag, den 11. Januar, einen „Probeabriss“ auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums am Waidmarkt durch. Diese Testarbeiten vor dem Start der eigentli-chen Rückbauarbeiten dienen der Messung von Erschütterungen und ihrer möglichen Auswirkungen. Damit wolle man dem besonderen Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung Rechnung tragen, erklärte Fay Projektmanager Jochen Unkelbach am Donnerstagabend in einer eigens anberaumten Informationsveranstaltung für Anwohner und Öffentlichkeit im Pfarrsaal der St.-Georg-Kirche.

Angesichts der sensiblen Situation am Waidmarkt setze man bewusst auf zusätzliche Sicherheits-maßnahmen und maximale Transparenz, betonte Unkelbach. Trotz der noch ungeklärten Haftungs-fragen wolle man jetzt jedoch mit der Neugestaltung des Areals beginnen, um an diesem Standort „ein positives Zeichen Richtung Zukunft“ zu setzen. Ein Signal, das bei vielen Bürgern ankommt: „Im Namen unserer Hausgemeinschaft möchte ich mich bei der Firma Fay bedanken, dass Sie hier am Waidmarkt bei der Stange geblieben sind und Ihr Projekt trotz allem umsetzen wollen“, meldete sich ein Anwohner aus dem vollbesetzten Publikum zu Wort.

Die Arbeiten werden von dem erfahrenen Abrissunternehmen Suvaja nach höchsten Sicherheits-standards und in enger Abstimmung mit unabhängigen Gutachtern und Sachverständigen der DMT/TÜV durchgeführt. Feuerwehr und Gutachter werden während der gesamten Bauphase zudem jeden Schritt der Arbeiten überwachen.

Der „Probeabriss“ beginnt am kommenden Montag, den 11.01.2010. Interessierte Pressevertreter sind eingeladen, sich um 13.45 Uhr am Baubüro der Fay Waidmarkt GmbH einzufinden. Adresse: Waidmarkt 10-12, 50676 Köln.

Zeitplan und Bauvorhaben:

Fay Projects sieht einen Abschluss der Abrissarbeiten bis März/April 2010 vor, danach sollen die archäologischen Untersuchungen des Römisch-Germanischen Museums beginnen. Bei planmäßigem Verlauf ist die Fertigstellung der Gebäude für das 2. Halbjahr 2012 avisiert.
Fay Projects sieht für das 14.000 m2 große Areal (40.000 BGF) einen Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel, Hotel und Gastronomie vor. Auch die Erweiterung des durch den Einsturz betroffenen Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums ist geplant. Vom ehemaligen Polizeipräsidium bleibt allein das Hochhaus erhalten und wird zu einem modernen Bürogebäude umgebaut. In seinem 12. Stock wird im Februar ein Musterbüro zur Besichtigung eingerichtet.

Quelle: Fay Projects GmbH

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